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Geschicht

Die alt eingesessene Familie kann in Venedig mindestens ab dem 12. Dezember 982 nachgewiesen werden. Damals waren zwei ihrer Mitglieder unter den 40 Senatoren,  die die Schenkungsurkunde der Insel San Giorgio an die Benediktiner unterzeichnen: der eine – Pietro – kann als Begründer der Familie angesehen werden, der andere war Bischof.
Der Name Marcello taucht in der venezianischen Geschichte jedoch schon früher auf, nämlich mit dem sagenumwobenen Dogen Tegaliano Marcello,
der aus Cittanova, einer Ortschaft in der Nähe von Altino, stammte und später „Magister Equitum“ („Chef der Kavallerie“)  des byzantinischen Kaisers wurde. Sicher jedoch ist, dass „Marcellos“  in Altino bereits in römischer Zeit lebten; archäologische Funde in der Gegend beweisen, dass der Ursprung der Familie tatsächlich auf  Rom zurückgeht – auf das Claudia-Geschlecht, zu dem das Marcella-Geschlecht gehörte, das seinerseits von dem berühmten Julia-Geschlecht abstammte, dessen Begründer Julo  war, der Sohn des Äneas, der Sohn der...... Venus. Selbstverständlich ist dies alles nicht zu belegen, aber doch eine wunderschöne Vorstellung!
Die Familie wurde 1297 Mitglied des Großen Rats – kurz vor der „Serrata“ („Schließung“), als die Liste der Familien, die zu den Dogen-Wahlen zugelassen waren, abgeschlossen wurde. Sie erhielt damit das unverletzliche Erbrecht auf einen Sitz im „Verwaltungsrat“, der das Handelsimperium Venedig leitete.
Die Familie zeichnete sich in kriegerischen Auseinandersetzungen durch ihre Tapferkeit aus und stellte zahlreiche Kommandanten und berühmte Admirale. Unter ihnen muss vor allem ein Antonio erwähnt werden, der bei der Belagerung von Gallipoli in der Türkei  ums Leben kam. Sein Leichnam wurde mit Hilfe von Piken aufrecht gestellt, so dass seine Truppen nicht den Mut verloren und ihm weiter in den Kampf folgten.
Ein anderer – namens Jacopo Antonio – eroberte für die Viscontis von Mailand den Gardasee, indem er Schiffe über die Hügel zwischen der Etsch und dem Gardasee  transportierte, und nahm für die Dalla-Scala-Familie im 15. Jahrhundert Verona ein. In jener Zeit war er so berühmt und mit humanistischen Künstlern und Literaten befreundet, dass er sich sogar von Mantenga in  Handschriften  abbilden ließ.

Der Palast wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts von Giovanni Marcello auf dem Gelände eines alten Klosters erbaut. – Unter den Admiralen muss dann im 17. Jahrhundert Lorenzo erwähnt werden, der vor den Toren Konstantinopels ums Leben kam, nachdem er eine türkische Flotte bei den Dardanellen bezwungen hatte. Sein Leichnam wurde in einem Salzfass nach Venedig überführt – nicht so verschwenderisch wie die Engländer, die den Leichnam Nelsons nach der Trafalgar-Schlacht in einem Sherry-Fass in die Heimat transportierten!
Die Familie spezialisierte sich zunehmend auf den Seiden- und Damast-Handel und gründete Niederlassungen in vielen Städten des Orients, u.a. in Konstantinopel, wo ein gewisser Bartolomeo Bailo beim Sultan als Botschafter arbeitete, außerdem in Trebisonda, auf der Krim, im Libanon und in Antwerpen.
In diesem Zusammenhang ist ein Tizian-Porträt des Dogen Nicolò aus dem späten 15. Jahrhundert  bemerkenswert, das sich heute in den Vatikanischen Museen befindet. Es zeigt den Dogen in einer Damastrobe, wie er sie selbst verkaufte und als Bekleidung der Dogen einführte. In Mannequin-Pose zeigt er mit augestreckter Hand auf seine Erzeugnisse.
Auf dem Gebiet der Naturwissenschaft wurde eine Loredana bekannt, Frau eines Dogen Mocenigo im 17. Jahrhundert, die sich mit Botanik beschäftigte und einen botanischen Garten auf der Giudecca-Insel besaß. Keines ihrer Werke blieb erhalten, da sie diese dem Senat aushändigen musste, der sie vernichtete! Zu jener Zeit durfte die Frau eines Dogen auf keinen Fall ihre persönliche Meinung äußern – nicht einmal über Rosen, obwohl sie zu den fünf Dogen-Frauen gehörte, die vom Papst mit der Goldenen Rose geehrt wurde.
Für ihre künstlerischen Leistungen wurden jedoch die beiden Brüder, Benedetto und Alessandro als Kavallerie-Musiker zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert bekannt. Benedetto wurde von seinen Zeitgenossen  „Musikprinz“  genannt, Alessandro wurde wegen seines Oboen-Adagios sehr berühmt.
Eine Besonderheit stellt das Logo des Hotels dar: der blaue Löwe, der mit seinen Pfoten die Sonne hält. Diese Darstellung geht auf das späte 15. Jahrhundert zurück, als der König Renato von Angiò diese als Symbol seiner Hochachtung und Freundschaft an Jacopo Antionio Marcello übergab. Damit nahm der König ihn zugleich in den Crescente-Orden auf, der zu jener Zeit als exklusiver Ritterorden nur sehr wenigen Adligen offen stand. In provenzalischer Sprache wurde das Motto mit „L’os en crossant“ umschrieben, was so viel bedeutet wie: Die Flut des Wassers beginnt zu steigen.

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